20. September bis 11. Oktober 2020

Fingerprints – Spuren interkulturellen Lebens in 800 Jahren Dresdner Geschichte

Seit über 800 Jahren hinterlassen Dresdnerinnen und Dresdner ihre Spuren wie Fingerabdrücke in der Geschichte der Stadt. Anlässlich der Interkulturellen Tage erweitert das Stadtmuseum deshalb vom 20.9. bis 11.10.2020 seine Dauerausstellung um zusätzliche Exponate und schafft so einen neuen thematischen Rundgang. Er zeigt die Vielfalt der Dresdner Bevölkerung seit den Anfängen der Stadt und lädt ein, Fragen zum interkulturellen Zusammenleben zu stellen: Wer sind die Dresdner Einwohnerinnen und Einwohner? Woher kommen sie? Welche Geschichten haben sie zu erzählen?

 

Plakat der Interkulturellen Tage Dresden 2020

Im Rahmen von 3 Kurzführungen stellen Dresdnerinnen und Dresdner mit Migrationshintergrund persönliche Objekte vor, die symbolisch für ihre eigene Migrationsgeschichte stehen. Individuelle Geschichte wird damit zu einem Exempel jahrhundertelanger Tradition.

Freitag, 25.9. 17 Uhr
Freitag, 2.10. 17 Uhr
Freitag, 9.10. 17 Uhr

Teilnahme kostenlos

 

 

 

28. November 2020 bis 28. März 2021

Tabakrausch an der Elbe. Geschichten zwischen Orient und Okzident

Reklameplakat der Zigarettenfabrik „Xanthi“, Chromolithografie, um 1905, Entwurf: F. Walther Scholz (1861-1910), Druck: Chromolithografische Anstalt vorm. Bäcker & Co., Stadtmuseum Dresden, SMD_SP_1981_06073.  Und Aufnahme aus der Siedlung der Tabakgegner in Dresden (Leubnitzer Höhe), frühe 1920er Jahre, Privatbesitz, Dresden.

Abb. 1: Reklameplakat der Zigarettenfabrik „Xanthi“, Chromolithografie, um 1905, Entwurf: F. Walther Scholz (1861-1910), Druck: Chromolithografische Anstalt vorm. Bäcker & Co., Stadtmuseum Dresden, SMD_SP_1981_06073. Abb. 2: Aufnahme aus der Siedlung der Tabakgegner in Dresden (Leubnitzer Höhe), frühe 1920er Jahre, Privatbesitz, Dresden.

Westlich der Dresdner Altstadt, deren Silhouette durch die Türme von Frauenkirche, Rathaus und Schloss dominiert wird, reckt sich ein moscheeartiges Gebäude mit Türmchen in den Himmel, die Minaretten ähneln: die frühere Zigarettenfabrik Yenidze, das spätere Tabakkontor Dresden. Der zur Zeit der Errichtung hochumstrittene, mittlerweile als Attraktion geltende Reklamebau verweist auf die mit der Orientzigarette verbundene Bedeutung Dresdens als Tabakhauptstadt Deutschlands.

Die Sonderausstellung im Stadtmuseum Dresden 2020 richtet, ausgehend von der Aneignung des Kolonialprodukts Tabak in Europa, ihren Blick auf das industriell gefertigte Massenkonsumgut Zigarette. Hierbei finden globale Netzwerke wie regionale Zurichtungen, technische Innovationen und Highlights der Produktwerbung Berücksichtigung. Raum finden ebenso die Bestrebungen der im Industrieland Sachsen frühzeitig entstandenen Lebensreformbewegung inklusive der Tabakgegner, die am Anfang eines Kulturwandels in der Gesellschaft stehen, der bis in die Gegenwart führt.

Die Exposition wird 2021 auch im Industriemuseum Chemnitz – dem Kooperationspartner – gezeigt werden, wobei regionale Besonderheiten in Technik, Reklame und Konsum Berücksichtigung finden.

Zigarettenschachtel der Marke „Jubilar“, Aufgelegt zum 750jährigen Stadtjubiläum von Dresden 1956

Zigarettenschachtel der Marke „Jubilar“, Aufgelegt zum 750jährigen Stadtjubiläum von Dresden 1956, Stadtmuseum Dresden, SMD_SD_2015_00299

 

28. November 2020 bis 28. März 2021

Vom Verschwinden der Fabrik. Spurensuche in der früheren Tabakmetropole Dresden

Im frühen 20. Jahrhundert war Dresden das Zentrum des Orienttabakhandels in Europa und der Hauptort der deutschen Zigarettenindustrie. Die Mehrzahl der Fabriken und die Interessenvertretungen der Branche waren in der Stadt ansässig. Dresden war aber auch der Gründungsort des Bundes deutscher Tabakgegner und der Ort bahnbrechender Entdeckungen zu den Wirkungen des Tabakkonsums auf den menschlichen Organismus. Die kleine Ausstellung zeigt historische Ansichten auf Postkarten und Fotografien aus der Gegenwart von Franz Zadniček, über welche die vergangenen und gegenwärtigen Spuren der Dresdner Tabak-Geschichte sichtbar werden.

Fenstergitter am Ostflügel des Neuen Rathauses in Dresden, Entwurf: Fritz Mönkemeyer, 1962 - 1965, Franz Zadniček, 2020



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