+++Eröffnung am 29.11.2019, 19 Uhr+++

30. November 2019 bis 1. März 2020
Konferenz der Plastiktiere
In diesem Winter entführt das Stadtmuseum Dresden seine Gäste nach St. Petersburg - zumindest spielerisch. Denn Spielzeugtiere - gestaltet oder produziert im sowjetischen Leningrad - stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Schau basiert auf der Berliner Sammlung von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold, die über Jahre die einst in der gesamten Sowjetunion beliebten Spielzeugtiere aus dem damals modernen Material Kunststoff zusammentrugen.

Für die Ausstellung laden diese "Leningrader Plastiktiere" der Jahrgänge 1950 bis 1980 zu einer "Konferenz" in Dresdens Partnerstadt ein. Die tierischen Kongressteilnehmer absolvieren ein breites "Tagungsprogramm". Darin referieren sie über Künstlerentwürfe der Leningrader Schule, moderne Kunststoffe für die Spielzeugproduktion, über Leningrader Spielzeughersteller, mediale Vorbilder für Spielzeugtiere sowie über vergleichbare Spielzeugentwürfe aus DDR und CSSR. Selbstverständlich sind interessierte Besucherinnen und Besucher zur Teilnahme an der "Konferenz der Plastiktiere" herzlich willkommen!

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Plastikfische und -meerestiere aus Sowjet- und DDR-Produktion. © Foto: Sammlung Köpcke & Weinhold, Berlin


14. März bis 5. Juli 2020

Dresdner Philharmonie International

Foto: Yehudi Menuhin, 1997, © Deutsche Fotothek / Frank Höhler


12. September 2020 bis 13. Dezember 2020

Tabakrau(s)ch an der Elbe. Geschichten zwischen Orient und Okzident

Westlich der Dresdner Altstadt, deren Silhouette durch die Türme von Frauenkirche, Rathaus und Schloss dominiert wird, reckt sich ein moscheeartiges Gebäude mit Türmchen in den Himmel, die Minaretten ähneln: die frühere Zigarettenfabrik Yenidze, das spätere Tabakkontor Dresden. Der zur Zeit der Errichtung hochumstrittene, mittlerweile als Attraktion geltende Reklamebau verweist auf die mit der Orientzigarette verbundene Bedeutung Dresdens als Tabakhauptstadt Deutschlands.

Die Sonderausstellung im Stadtmuseum Dresden 2020 richtet, ausgehend von der Aneignung des Kolonialprodukts Tabak in Europa, ihren Blick auf das industriell gefertigte Massenkonsumgut Zigarette. Hierbei finden globale Netzwerke wie regionale Zurichtungen, technische Innovationen und Highlights der Produktwerbung Berücksichtigung. Raum finden ebenso die Bestrebungen der im Industrieland Sachsen frühzeitig entstandenen Lebensreformbewegung inklusive der Tabakgegner, die am Anfang eines Kulturwandels in der Gesellschaft stehen, der bis in die Gegenwart führt.

Die Exposition wird 2021 auch im Industriemuseum Chemnitz – dem Kooperationspartner – gezeigt werden, wobei regionale Besonderheiten in Technik, Reklame und Konsum Berücksichtigung finden.

Zigarettenschachtel der Marke „Jubilar“, Aufgelegt zum 750jährigen Stadtjubiläum von Dresden 1956, Stadtmuseum Dresden, SMD_SD_2015_00299



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