12. September 2020 bis 10. Januar 2021

Tabakrau(s)ch an der Elbe. Geschichten zwischen Orient und Okzident

Westlich der Dresdner Altstadt, deren Silhouette durch die Türme von Frauenkirche, Rathaus und Schloss dominiert wird, reckt sich ein moscheeartiges Gebäude mit Türmchen in den Himmel, die Minaretten ähneln: die frühere Zigarettenfabrik Yenidze, das spätere Tabakkontor Dresden. Der zur Zeit der Errichtung hochumstrittene, mittlerweile als Attraktion geltende Reklamebau verweist auf die mit der Orientzigarette verbundene Bedeutung Dresdens als Tabakhauptstadt Deutschlands.

Die Sonderausstellung im Stadtmuseum Dresden 2020 richtet, ausgehend von der Aneignung des Kolonialprodukts Tabak in Europa, ihren Blick auf das industriell gefertigte Massenkonsumgut Zigarette. Hierbei finden globale Netzwerke wie regionale Zurichtungen, technische Innovationen und Highlights der Produktwerbung Berücksichtigung. Raum finden ebenso die Bestrebungen der im Industrieland Sachsen frühzeitig entstandenen Lebensreformbewegung inklusive der Tabakgegner, die am Anfang eines Kulturwandels in der Gesellschaft stehen, der bis in die Gegenwart führt.

Die Exposition wird 2021 auch im Industriemuseum Chemnitz – dem Kooperationspartner – gezeigt werden, wobei regionale Besonderheiten in Technik, Reklame und Konsum Berücksichtigung finden.

Zigarettenschachtel der Marke „Jubilar“, Aufgelegt zum 750jährigen Stadtjubiläum von Dresden 1956

Zigarettenschachtel der Marke „Jubilar“, Aufgelegt zum 750jährigen Stadtjubiläum von Dresden 1956, Stadtmuseum Dresden, SMD_SD_2015_00299


28. November 2020 bis 28. Februar 2021

Von Weihrauch bis Räucherkerze. Räuchern in Bräuchen und Ritualen

Der Duft von Räucherkerzen, den qualmende Räuchermänner ausströmen, gilt heute als typisch für die Adventszeit. Das Aufstellen der rauchenden Kegel aus Kohle und Weihrauchharz gehört wohl seit 200 Jahren zu den Weihnachtsbräuchen unserer Region. Doch wie fand das orientalische Harz des Weihrauchbaums Eingang in die hiesigen Bräuche? Die Ausstellung verfolgt den Weg des Weihrauchs vom Räucheropfer in der Antike über die Verwendung in der christlichen Kirche seit dem 4. Jahrhundert bis zum gegenwärtigen Gebrauch in der Adventszeit.

Räucherwerk

Foto: © Museen der Stadt Dresden



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